Der siebte Patient
Was geschah in der Nacht, an die sich niemand erinnern darf?
Fichtenhain, Erzgebirge, Februar 1996. In einer stillgelegten Lungenheilanstalt führt eine ehrgeizige Psychiaterin eine Schlafstudie durch. Sechs Patienten, ein abgedunkelter Raum, ein großer Spiegel an der Wand. Und auf der Inventarliste stehen sieben Betten.
In der Nacht zum 9. Februar sagt ein junger Pfleger laut „Nein“. Wenige Minuten später liegt er tot am Fuß einer vereisten Treppe. Über ihm steht Ben Adler, achtzehn Jahre alt, Mitglied einer Prüfkommission, mit einem Schlüssel in der Hand. Was danach geschah, ist ein schwarzes Loch in seinem Gedächtnis.
Dresden, Oktober 2026. Ein ehemaliger Arzt der Klinik wird tot in seinem Sessel gefunden, eine alte Krankenschwester kurz darauf ebenso. Neben beiden summt jemand ein Kinderlied. Am Tatort tauchen Tonbänder auf, auf denen Ben einen Mord gesteht, an den er sich nicht erinnern kann.
Nur die Psychologin Mara Winter zweifelt an seiner Schuld. Je tiefer sie gräbt, desto unheimlicher wird das Muster: verschwundene Akten, gelöschte Patientennamen, Fotos, die es nicht geben dürfte. Und auf einem dieser Fotos steht ein zwölfjähriges Mädchen im roten Anorak im Schnee vor der Klinik. Das Mädchen ist Mara.
Wer war der siebte Patient? Und warum hat er nie Spuren im Schnee hinterlassen?
Ein atemloser Psychothriller über manipulierte Erinnerungen und eine Schuld, die nie die eigene war, mit einem Hauch Mystik, der lange nachhallt.
